Gartenwelten

Gartenwelten

 
 
 

Gartenwelten: visionär. emotional. regional.

Gärtner aus Leidenschaft und Gartenprofis können sich hier über das unglaublich vielseitige Leistungsspektrum des Garten- und Landschaftsbaus informieren. Der Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Baden-Württemberg e. V. (VGL) präsentiert sich auf circa 8.100 m² in den GARTENWELTEN der Bundesgartenschau Heilbronn 2019.

 

Sechs verschiedene Bereiche zeigen typische Gärten aus den unterschiedlichen Regionen Baden-Württembergs. Ein Boulevard, der selbst Teil der Präsentation ist, erstreckt sich vom Forum der Stadt Heilbronn bis zum Haus der Landschaft des VGL, dem Treffpunkt für Beratung und Wissenstransfer, wenn es um Garten- und Landschaftsbau geht.

Wasser in Variationen ist das verbindende Element aller Gärten und greift damit bewusst das BUGA-Thema vom Leben am lebendigen Neckarufer auf. Dazwischen finden Besucher modern interpretierte, aber auch klassisch grüne Erlebnisräume. Ein weiterer, vom Bund Deutscher Landschaftsarchitekten bdla - Landesverband Baden-Württemberg e.V. konzipierter Garten ist eine gewagte Neuinterpretation der Landschaft rund um Heilbronn. Den Trend draußen zu leben und zu kochen greift die „Outdoorküche" mit einem entsprechend genussvollen Programm auf.

Dem Seminarraum „Green Code Pavillon" direkt neben dem Haus der Landschaft sollte man unbedingt auf's Dach steigen. Das mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg gemeinsam entwickelte Dachgartenprojekt ist absolut sehenswert. Die großzügige benachbarte Weinpergola bildet den Rahmen für zwei berufsständische Wettbewerbe. Hier finden die Landschaftsgärtner-Cups auf Landes- sowie auf Bundesebene statt.

Und wer eine Pause braucht: Vor der Jugendherberge wartet die Chill-Zone.

 

Gesamtplanung: Cornelia Biegert, biegert landschaftsarchitektur

 
Gesamtbeitrag des VGL
 

 
Die Enz im Perspektivwechsel - fließend, ruhend, bewegt, anmutig

Die Enzgärtner aus der Region um Mühlacker machen ihren Fluss, die Enz, zum Hauptakteur der Planung. Gleichzeitig ist dieser Garten eine Hommage an die erfolgreiche Gartenschau Mühlacker aus dem Jahr 2015. Schwebende Stufen führen die Besucher in den im Schatten eines Maulbeerbaumes liegenden Senkgarten, umrahmt von einladenden Sitzmauern aus Naturstein. Der Blick fällt direkt auf die Wasserwand, welche den Enz-Sprung symbolisiert und in den darunterliegenden See mit seinem ruhenden, glatten Wasserspiegel mündet.
Die senkrecht ausgerichteten Holzbohlen des Lamellendaches und des Holzdecks geben der organisch geformten Terrasse einen ganz besonderen Charme. Aus dem See entspringt der Fluss, schlängelt sich spielerisch um eine Insel, bevor er nach seinem Lauf inmitten einer üppigen und abwechslungsreichen Pflanzung über einen kleinen Wasserfall den Blicken der Betrachter entschwindet. Beleuchtete Elemente aus Plexiglas setzen Farbakzente an den Stufen, die sich bewusst in den ausgewählten Blütenfarben wiederholen. Schwere Materialien korrespondieren gekonnt mit der Leichtigkeit pflanzlicher Arrangements. Für die grüne „Fassung" sorgt eine rundum verlaufende Weißdorn-Hecke. Unterstützt durch ein abwechslungsreiches Spiel aus Licht und Schatten eröffnet dieser Garten spannende Blickwinkel, wie beispielsweise die Perspektive aus dem Senkgarten auf Teich und Terrasse.

Planung:
Sonja Hottinger, Freie Garten- und Landschaftsarchitektin

Bau: 
Hohenschläger GmbH Garten- und Landschaftsbau
Hans Hottinger e.K. Garten- und Landschaftsbau
Hans Schmid GmbH Garten- und Landschaftsbau
natur art GmbH
Garten-Moser GmbH & Co. KG

 
Regionengarten Enz
 
Der Garten als Hommage an die erfolgreiche Gartenschau Mühlacker
Magische Inseln im Bodensee

Den einzigartigen Zauber der Landschaft am Bodensee fängt der Garten der Region Bodensee-Oberschwaben detailgetreu und mit viel gärtnerischem Fingerspitzengefühl ein. Das bewegte Wasser, das sich an manchen Stellen bis zum Horizont ergießt, die Weite der abwechslungsreichen Uferregionen, Stege, Sumpfgebiete, Landzungen und Inseln, alle diese Naturcharaktere umfasst die Planung von Herbert Dreiseitl sehr gekonnt. Dank riesiger stelenartiger Spiegel erhält die Szene eine unglaubliche Tiefe, durch welche am Horizont die Alpen blitzen: das typische Bergpanorama am Bodensee.
Die hier im Kleinformat geschaffene Landschaft rund um das Wasser wirkt wie eine große Bühne, die der Betrachter von einem erhöhten Podest mit Strandkörben und bunten Liegestühlen genießen darf. Das Pflanzkonzept der Insel Mainau mit typischer Ufervegetation, naturnahen Verlandungszonen und
bepflanzten Inseln, zeigt die florale Vielfalt dieses vom See geprägten Dreiländerecks. Der Garten löst definitiv Sehnsucht aus, Sehnsucht nach dem Original – gewollt und zum perfekten Zeitpunkt.
Denn vom 23. April bis 18. Oktober 2020 findet die nächste Landesgartenschau in der Bodenseestadt Überlingen statt.
Ab April 2020 heißt es dann: Auf an den See, am besten gleich für
ein ganzes Wochenende oder den Sommerurlaub.

Planung:
Herbert Dreiseitl, DREISEITLconsulting

Bau:
Paul Saum Garten- und Landschaftsbau

 
Regionengarten Bodensee
 
Garten der Region Bodensee-Oberschwaben
Quadratismus - Mannheim 2023 wirft seine Quadrate voraus

„Mannheimerisch" präsentiert sich die Region Unterer Neckar und lässt hiermit ganz bewusst die Lust auf die Bundesgartenschau 2023 in der „Quadrate-Stadt" wachsen. Zentrum des Gartens ist ein zwei Meter hohes Wasserspiel aus gerieftem Granit, das den bekannten Mannheimer Wasserturm, das alte Wahrzeichen der Stadt, symbolisiert. Von hier aus gelangt der Besucher zu verschiedenen einladenden Plätzen. Riesige beleuchtete Tulpenschirme laden mit üppigem Schatten zum Ausruhen, Genießen und Informieren über die zukünftige BUGA ein. Eine durchgängige Pflanzfläche mit spannenden Farbkompositionen in unterschiedlichen Höhen bringt einen bunten Vorgeschmack auf das Kerngebiet der künftigen Ausstellung.
Die Pflanzung unterbricht mit ihrer geschwungenen Form ganz bewusst die bislang quadratische Planung. Stahl – feudal zu einer leichten eleganten Brücke geformt – spannt sich über diese farbenfrohe Blütenpracht und geleitet den Besucher zu einem weiteren Platz, der sich aufgrund seiner Lage am Haupteingang geradezu als BUGA-Treffpunkt anbietet. Sitzquader aus Beton- und Naturstein im Schatten einer Dachplatane machen freie Zeit zur Freizeit im Grünen. Einen ganz besonderen Rahmen bildet eine buntlaubige, blühende „Multi- Kulti-Hecke", die für die 163 Nationalitäten Mannheims steht.

Planung:
Holger Lulay, Landschaftsarchitekturbüro Lulay, Projektleitung: Johannes Fuchs

Bau:
Becker GmbH Garten- und Landschaftsgestaltung
Hach Garten- und Landschaftsbau

 
Regionengarten Mannheim
 
Zentrum des Gartens ist ein 2 Meter hohes Wasserspiel
Stutengarten: Für Denker und Lenker

Modern und innovativ präsentiert sich die Region Stuttgart als Metropole der Entwickler und Tüftler im Ländle mit dieser Gestaltung. Vieles ist neu und in die Zukunft gedacht. Die Landeshauptstadt mit ihrem schwarzen Pferd im Stadtwappen inspirierte auch die Landschaftsgärtner dieser Region. Nun
steigt das Ross in Heilbronn im Stutengarten inmitten einer Gräserlandschaft und steht für die Verbindung von Wirtschaftsdynamik und Gartenkunst. Diese Lebendigkeit drückt sich auch in den verwendeten und verarbeiteten Materialien aus: Neu interpretiert oder außergewöhnlich eingesetzt, wie beispielsweise der Aluminiumschaum für die Beschattung und das kupferfarben lackierte Wasserbecken aus gekanteten Stahlplatten, zaubern diese Elemente dem Betrachter ein Staunen ins Gesicht. Dabei symbolisieren die goldenen Steine die vielen Schätze Stuttgarts. Einer davon, der Cannstatter Travertin, wurde bereits komplett gehoben, weshalb der Travertin für die Terrasse am futuristischen Pavillon aus dem nahen Gauingen stammt. Ein Weg mit exakt geformten Kanten, begleitet von einem schmalen Wasserlauf, erschließt dynamisch diesen kontrastierenden Beitrag. Der Betrachter wandelt über bunte Pflanzbänder, schmale Streifen von Gräsern, Stauden und Rasen sowie unter ganz besonderen Gehölzen – der perfekte Ort für kreative Gedanken.

Planung:
Michael Glück, Glück Landschaftsarchitektur GmbH, Projektleitung: Jasmin Fischer

Bau:
Wolff Gartengestaltung GmbH

 
Regionengarten Stuttgart
 
Modern und innovativ präsentiert sich die Region Stuttgart
Nordschwarzwald: Gartensymbiose aus Luxus und Ökologie

Ländlich, innovativ und mit großem Erholungswert ausgestattet, so versteht sich die Region Nordschwarzwald. Die Materialauswahl für diesen Garten unterlag deshalb ökologischen, nachhaltigen und qualitativ sehr hochwertigen Gesichtspunkten. Zudem stand eine größtmögliche Nutzfläche bei minimalem Grundflächenverbrauch im Fokus. Das Flachdach des eingeschossigen Gebäudes ist deshalb auch das Wohnzimmer im Grünen. Die beiden Gartenebenen verbindet eine Wendeltreppe mit minimalem Radius.
Vom Dachgarten aus kann der Besucher den Blick über den modernen Pool und das satte Grün des Schwarzwalds genießen. Die mit Bedacht ausgewählten recycelbaren, langlebigen und umweltfreundlichen Rohstoffe zeigen, dass auf Luxus trotzdem in keiner Weise verzichtet werden muss. Felsenbirnen, weiß-bunter Pagoden-Hartriegel, Asiatischer Blumen-Hartriegel, Etagen-Schneeball,
weiß blühende Magnolien sowie ein buntes Portfolio ebenfalls weiß blühender Stauden unterstreichen diese Gedanken zum Klimawandel, denn sie alle kommen mit heißen und trockenen Bedingungen zurecht. Hochbeete aus Stahl ermöglichen dem Besucher dabei ein Erleben auf Augenhöhe. Die Garten- und Landschaftsbaubetriebe der Region stellen sich mit dieser zukunftsweisenden
Gestaltung ganz bewusst den kommenden Herausforderungen.

Planung:
Gärten für Genießer

Bau:
Ade Garten und Landschaftsbau
Aichele Traumgarten
Bräuninger GmbH Garten- und Landschaftsbau

 
Regionengarten Nordschwarzwald
 
Gartensymbiose aus Luxus und Ökologie
Gartenträume zum Wohlfühlen - Natur 5.0

Wir befinden uns in der Region Franken. Die Wasserlandschaft inmitten einer raffiniert inszenierten Gehölzpflanzung steht für die Transformation der Natur in einen Garten. Dabei lässt die Hinwendung zur Natürlichkeit einen großen Interpretationsspielraum, der in dieser Gestaltung äußerst kreativ umgesetzt wird. Mit dieser unkonventionellen Kombination aus Hartriegeln, Magnolien, Naturstein und rohen Fichten-Kanthölzern wirkt der Gartenraum absolut natürlich, und zwar auf eine unglaublich selbstverständliche Art und Weise.
Großformatige helle Muschelkalkplatten und Holzdielen schweben teilweise direkt über der Pflanzung und dem Wasser und machen ein sehr behutsames und achtsames Beschreiten möglich. Innerhalb dieser kunstvoll geschaffenen Waldatmosphäre wird der Besucher nun plötzlich zum leisen Betrachter und Beobachter der Natur, die sich hier augenscheinlich frei entwickeln darf. Ein dichter Saum ausgewählter naturnaher Stauden wie Fingerhut, Anemonen, Iris, Funkien und Sterndolden verzahnt sich in Ufernähe perfekt mit der Wasserfläche des Teichs, in welchem sich Teile des Gartens und des Himmels spiegeln.

Planung:
biegert landschaftsarchitektur

Bau:

Biegert GmbH Garten- und Landschaftsbau

 
Regionenbeitrag Franken
 
Natur 5.0 auf der BUGA Heilbronn 2019
Heilbronn 2.0 - Eine facettenreiche Gesellschaft

Ein wesentliches Merkmal des landschaftsarchitektonischen Entwerfens ist die Schaffung integrativer Orte sowie der Umgang mit Zeitprozessen in einer sich stets verändernden Welt. Der Garten - seit jeher ein Ort der Sehnsucht und Zuflucht – wird zu einem offenen Ort des Begegnens und des Austauschs. Gerade im Bezug zur aktuellen Diskussion um das Zusammenleben von Menschen aus verschiedenen Kulturen, steht der Garten „Heilbronn 2.0" als Symbol für eine bunte, moderne und facettenreiche Gesellschaft.
Als Grundprinzip der Gestaltung bedient sich der Garten „Heilbronn 2.0" dem typischen Landschaftsbild Baden-Württembergs, welches in großen Teilen durch weitläufige, terrassierte Weinfelder geprägt ist. Die bewusste Verformung dieser Struktur lässt dabei auf engstem Raum verschiedene Ein- und Durchblicke entstehen - sie ermöglicht unterschiedliche Perspektiven auf den Garten und seine Akteure. Als zweite Komponente kommen die wertvollen Stauden und Gräser hinzu. Sie alle haben ihren Ursprung in der ganzen Welt - mitgebracht von großen Entdeckungsreisen. In ihrer Komposition ergeben sie ein prachtvolles Bild – eine feinsinnige, stimmige, ganzjährige Farbkomposition.
Bitte begegnen Sie sich, interagieren Sie und nutzen Sie den Garten „Heilbronn 2.0" zum Austausch mit ihren Mitmenschen!

Landschaftsarchitektur-heute.de

Im Schaugarten präsentiert sich das Web-Portal Landschaftsarchitektur-heute.de räumlich verortet, emotional ansprechend und fachlich fundiert auf der Grundlage einer Projekt- und Planerdatenbank, gespeist von Landschaftsarchitekten bdla. Themen, Projekte und Büros sind in einem zeitgemäßen Format und für die Besucher interaktiv nutzbar mittels Outdoor-Pads. Klicken Sie sich durch die Informationen zum Schaugarten, durch die Themen oder suchen Sie direkt nach Projekten und Büros.

Planung: Florian Rüster + Anna Dierking

 
bdla Gartenwelten