Zahlen / Daten / Fakten

Zahlen | Daten | Fakten zur Gartenausstellung

 
 
 

Bundesgartenschau Heilbronn 2019

Jeder Gärtner weiß: Gut Ding will Weile haben. 16 Jahre vor ihrer Eröffnung kam die Idee einer Bundesgartenschau in Heilbronn auf. Es folgten der gemeinderätliche Beschluss zur Bewerbung, der Kauf des Fruchtschuppenareals durch die Stadt und ein städtebaulicher Ideenwettbewerb. Im Dezember 2012 sagte der Gemeinderat endgültig ja zur Buga. Seither hat sich viel bewegt – 600 000 Kubikmeter Boden, um genau zu sein. 300 Tonnen Schrott und 13 Tonnen Kampfmittel wurden ausgegraben, hunderte Bäume neu eingepflanzt, zwei neue Seen angelegt. Der Bau der Stadtausstellung mit ihren 22 Gebäuden und einer Jugendherberge begann im Juli 2016 und wird nur zwei Jahre später fertig sein. 19 Architekten und 15 Investoren sind daran beteiligt.

Auch finanziell ist die Bundesgartenschau in Heilbronn eine große Sache: 144 Millionen Euro sind für öffentliche Daueranlagen und die übergeordnete Infrastruktur eingeplant. Etwa 56 Millionen Euro kommen vom Land Baden-Württemberg. Durchführung der Bundesgartenschau selbst kostet 44,5 Millionen Euro, wovon 34,5 Millionen Euro eigenfinanziert sind; die Stadt Heilbronn übernimmt circa zehn Millionen Euro. Vieles ist schon geschehen, einiges wird sich noch tun auf dem Gelände der Bundesgartenschau – aber immer alles mit dem unbedingten Willen, gemeinsam mit den Besuchern bunt und überraschend vielfältig den Auftakt in das zukunftsnahe Leben einer Stadt am Wasser zu feiern.

173 Tage, 17. April bis 6. Oktober 2019

Investitionskosten

Für bleibende Maßnahmen wie öffentliche Daueranlagen sowie
die übergeordnete Infrastruktur sind etwa 144 Millionen € eingeplant.
Zu den öffentlichen Daueranlagen gehören der Neubau des Karlssee und des Floßhafens, Neubau Seepark, Ost-West-Grünzug, Neckaruferpark im Wohlgelegen und Neckarbogen, Campuspark, Neckarpark/Kraneninsel, Neubau Stadtseebrücke, Teilausbau Innere Erschließung Neckarbogen.
Zur übergeordneten Infrastruktur gehören Ausbau Füger-/Weipertstraße, Neubau Bleichinselbrücke, Ausbau Karl-Nägele-Brücke mit neuer Vorlandbrücke, Teilausbau neue Westrandstraße.

Fördermittel

etwa 56 Millionen € kommen vom Land Baden-Württemberg

Durchführung BUGA 2019

kostet 44,5 Millionen € für temporäre Ausstellungsbereiche, gärtnerische Ausstellung, Betrieb und Personal

 

ZAHLEN, DATEN, FAKTEN

Gesellschafter der BUGA GmbH

Stadt Heilbronn (2/3), Deutsche Bundesgartenschau Gesellschaft mbH (DBG) (1/3)

Fläche BUGA-Gelände gesamt

knapp 40 Hektar (eine vergleichsweise kleine BUGA)

Größe Karlssee

rund 2 Hektar, Tiefe bis ca. 2,20 m, kein Badesee

Größe Floßhafen

rund 1 Hektar, Tiefe ca. bis 1,30 m

Höhe Spiel- und Kletterlandschaft

bis zu 13 Meter

Höhe Hafenberg (über BUGA-Gelände)

15 Meter

Baugrundmanagement

600.000 m³ Boden wurden innerhalb des Geländes bewegt (das entspricht einer Lkw-Schlange von München bis Köln) 500.000 m³ wurden vor Ort wieder verbaut (zum Beispiel im Lärmschutzwall im Seepark)

Schrott

mehr als 300 Tonnen wurden aus dem Boden geholt

Kampfmittel

mehr als 13 Tonnen (1 LKW-Ladung) wurden entsorgt

Fundstücke

35 m langer Schiffsbug und zugehöriger Anker, Hafenpoller, Eisenbahnwagen, Tresor.

Bäume

Neupflanzung: 964 Bäume + 1.700 Pappeln

dauerhafte Neupflanzung von 960 Bäumen in den Parkanlagen und im Stadtquartier Neckarbogen, Beginn der Pflanzungen Oktober 2015 auf dem Hafenberg im Seepark: Waldkiefern und Eichen

temporärer Energiewald im Inzwischenland mit 1.700 schnell wachsenden Pappeln, sie werden nach 2019 geerntet und als Energiepflanzen verwertet.

249 Bäume wurden im Rahmen der Baumaßnahmen gefällt.
Gründe für die Rodung waren:

  • Schaffung eines direkten, barrierefreien Zugangs zum Alt-Neckar
  • Herstellung von Blickbeziehungen zwischen Wasser-,
  • Stadtquartier- und Parkbereichen
  • Freistellung von wertvollen markanten Einzelbäumen
  • Schaffung von technischer Infrastruktur, übergeordneten Rad- und Fußwegeverbindungen
  • Verkehrssicherheit oder schlechter Gesundheitszustand der Bäume
 

ZEITLICHER ABRISS

2003

Die Idee einer Bundesgartenschau in Heilbronn entsteht. Die Stadt gibt eine Machbarkeitsstudie in Auftrag.

2004

Beschluss des Gemeinderates, sich für die BUGA 2019 zu bewerben.

2005

Kauf des Fruchtschuppenareals (ehemals im Besitz der Bahn) durch die Stadt.

2007

Stadt schließt mit der Deutschen Bundesgartenschaugesellschaft (DBG) einen Vertrag zur Durchführung der BUGA Heilbronn ab.

2008

Städtebaulicher Ideenwettbewerb für das innenstadtnahe Stadtquartier Neckarbogen. Er legt die Struktur des BUGA-Geländes fest (z.B. zwei Seen, Lärmschutzwall). Das Büro Steidle gewinnt den Wettbewerb.

2010

Am 2. Februar wird die Bundesgartenschau Heilbronn 2019 GmbH gegründet.

2010

beschließt der Gemeinderat den städtebaulichen Rahmenplan Neckarbogen (er legt Art der Bebauung und Erschließung fest).

2011

gewinnt das Büro sinai, Berlin den freiraumplanerischen Realisierungswettbewerb. Er ist die Basis für die Entwicklung der Daueranlagen und des Ausstellungskonzepts (Wie soll der Park aussehen?).

2012

Hanspeter Faas beginnt am 1. Juli als Geschäftsführer der Bundesgartenschau Heilbronn 2019 GmbH.

2012

Am 17. Dezember sagt der Gemeinderat endgültig ja zur BUGA 2019 (Leitentscheidung).

2013

Erster Spatenstich am 3. November.

2016

1. Juli Baubeginn Stadtausstellung Neckarbogen.

2018

spätestens 1. Juli Fertigstellung der Bauten.

2019

Bundesgartenschau vom 17. April bis 6. Oktober.