Heilbronn

 
 
 

 

Heilbronn ist Neckarstadt, Stadt im Grünen, Weinstadt und Salzstadt, Einkaufsstadt, Wissensstadt und Käthchenstadt und als Oberzentrum der Region Heilbronn-Franken mit ihren rund 120 000 Einwohnern eine Industrie- und Dienstleistungsmetropole mit einer starken Wirtschaft. Hochmoderne Industrieunternehmen mit langer Tradition sind in Heilbronn ebenso beheimatet wie innovative, junge Firmen aus den Zukunftsbranchen Life Science, IT-, Medizin- und Umwelttechnik.

Zukunftsweisende Investitionen verändern die Stadt. In den vergangenen fünf Jahren hat die Stadt ihre Studierendenzahlen um über ein Drittel auf rund 8000 gesteigert und entwickelt sich zunehmend zu einer Wissens- und Studentenstadt. Garant dafür ist das einzigartige Engagement der Dieter Schwarz Stiftung beim Ausbau des Bildungscampus und der experimenta mit ihrem spektakulärem Neubau, der 2019 eröffnet wird.

Eine über tausendjähriger Tradition hat der Weinbau: Mit über 500 Hektar Rebfläche ist Heilbronn die drittgrößte Weinbaugemeinde in Württemberg und Zentrum der Rotweinregion Nummer 1 in Deutschland. Und seit Jahrhunderten hat Salz, „das weiße Gold", eine große Bedeutung in der Stadt und der Region. Es wird europaweit über den Hafen Heilbronn, einen der größten Binnenhäfen Deutschlands, verschifft.

Gut arbeiten und gut leben – in Heilbronn gehört beides zusammen: Die Stadt verfügt über ausgezeichnete Einkaufs-, Kultur- und Freizeitangebote. Das Theater und die Städtischen Museen Heilbronn, zwei Orchester und eine Vielzahl von Restaurants, Kneipen, Clubs und Kinos bieten neben den rund 200 Vereinen ein breites Spektrum zur aktiven Freizeitgestaltung. Veranstaltungen und Feste wie der Trollinger Marathon, das Heilbronner Volksfest, das Heilbronner Weindorf oder der Weihnachtsmarkt locken viele zehntausende Besucher nach Heilbronn.
Die kinder- und familienfreundliche Stadt Heilbronn hat noch mehr zu bieten. Kostenlose Kindergartenplätze und Ganztagsangebote an allen Schularten sind Standard.

Und 2019 ist die Stadt erstmals seit über 40 Jahren wieder Gastgeber einer Bundesgartenschau in Baden-Württemberg, der Bundesgartenschau Heilbronn 2019. Mit einer innovativen Gartenausstellung und Stadtausstellung präsentiert sich die BUGA Heilbronn 2019 einem Millionenpublikum und Heilbronn sich als gastfreundliche und grüne Stadt im Norden Baden-Württembergs.

Kleinode und Ungewöhnliches in Heilbronn und Heilbronner Attraktionen

Heilbronn ist eine Stadt für Neugierige, für Entdecker, für Genießer und für Menschen, die sich überraschen lassen möchten. Etwa von einem Kleinod wie dem ‚Botanischen Obstgarten', dem ‚Sonnenstrahl für Heilbronn', dem ‚Hauptfriedhof' der Stadt, vom ‚Kaffeehaus Hagen' oder von der Konzertreihe ‚Perspektive Heilbronn'. Oder von Heilbronner Attraktionen wie der Astronomischen Kunstuhr oder dem Käthchenhaus.

Idylle mitten In Heilbronn
Im zwei Hektar großen Botanischen Obstgarten in der Heilbronner Nordstadt wachsen regionale Obstgehölze und Sträucher zwischen liebevoll restaurierten Gartenhäusern, die seltene architektonische Kleinode sind - eine verwunschene Idylle mitten in Heilbronn.

Weinberge poetisch
Tagsüber weiß, nachts rot und blau leuchtet der lange, schräge Metallstab des niederländischen Künstlers Jan van Munster vom Wartberg aus hinein in die Stadt und verleiht dem Heilbronner Hausberg mit weitem Ausblick auf die Stadt eine ruhige, fast poetische Note.

Eine bis heute gelungene Stadtplanung
Der Generalbauplan des Baumeisters und Stadtplaners Reinhard Baumeister (1833-1917), den er 1873 für die damals württembergische Stadt Heilbronn erstellte, soll international beachtet worden sein. Reinhard Baumeister gilt als Begründer des wissenschaftlichen Städtebaus in Deutschland. Unter anderem befasste er sich intensiv mit der Grün- und Freiflächenplanung für die immer stärker wachsenden Städte des ausgehenden 19. Jahrhunderts. 1880 entstand auf der Grundlage seiner Pläne der Hauptfriedhof (Neue Friedhof) der Stadt. Mit seiner großzügigen, eleganten Anlage und den vielfältigen Baumarten ist er bis heute eine wohlgestaltete Attraktion im Osten der Stadt, die immer einen Spaziergang lohnt.

Heilbronner Kaffee
Kaffeeliebhaber recken die Nase in die Luft, wenn sie in die Nähe des Kaffeehauses Hagen mit selbst geröstetem Kaffee kommen. Seit 1934 gibt es Hagen-Kaffee und spätestens seit 2006, seitdem Hanspeter Hagen Gründungsvorsitzender der Deutschen Röstergilde ist, gehört Heilbronn zu den besonderen Kaffee-Standorten in Deutschland.

Musikalische Perspektiven
Vier Mal im Jahr laden die Städtischen Museen Heilbronn im Rahmen der Konzertreihe Perspektive Heilbronn zu moderner und experimenteller Musik des 20. und 21. Jahrhunderts ein. Internationale Interpreten schenken ihren Zuhörern mit klassischen und elektronischen Instrumenten vielfältige Hörerlebnisse.

 

Heilbronner Attraktionen

Marktplatz
Bis heute ist der Platz vor dem Rathaus ein Treffpunkt für die Heilbronner. Dienstags, donnerstags und samstags kaufen sie gerne auf den dort stattfindenden Wochenmärkten ein. Vor Weihnachten lädt der Weihnachtsmarkt vom ersten bis vierten Advent mit vorweihnachtlichem Glanz zum Bummeln, Kaufen und Genießen ein. Anfang September kommen auch Heilbronner, die längst in der Ferne wohnen, zum populären Weindorf rund um das Rathaus. Tausende von Weinliebhabern genießen auf einem der schönsten Plätze der Stadt die Weine der Region.
Der Marktplatz ist seit dem 13. Jahrhundert das Zentrum der Stadt. Bis zur Heilbronner Bombenzerstörung im Zweiten Weltkrieg, am 4. Dezember 1944, war das Areal eingerahmt von Patrizier- und Bürgerhäusern in Fachwerk und Stein.

Käthchenhaus
Ein Steinhaus, wie das ursprünglich gotische Kätchenhaus, war in der mittelalterlichen Fachwerkstadt Heilbronn eine Rarität. Mit Rathaus und Kilianskirche setzte der prächtige Bau am Marktplatz über Jahrhunderte hinweg bauliche Akzente. Seinen Namen bekam das Haus von der zentralen Figur im Ritterschauspiel ‚Das Käthchen von Heilbronn' (1807) des Dramatikers und Publizisten Heinrich von Kleist (1777-18011). Wobei sich bis heute nicht nachweisen lässt, dass das Vorbild für das Käthchen von Kleist tatsächlich eine Heilbronner Bürgertochter war. Relativ sicher ist dagegen, dass der lutherische Theologe und Heilbronner Reformator Johannes Lachmann (1491-1538) im Käthchenhaus wohnte. Er soll die Ausgestaltung des berühmten Renaissance-Erker (1534) mit Brustbildern von vier Propheten beauftragt haben.

Rathaus
Bereits im 13. Jahrhundert bauten die Heilbronner ihr erstes Rathaus an dieser Stelle. 1417 entstand dann ein gotischer, repräsentativer Bau, der Ende des 16. Jahrhunderts im Renaissance-Stil erweitert wurde. Reste des ersten Steinhauses mit den Spitzbogenfenstern lassen sich an der Ostseite erkennen. Im Gewölbe der städtischen Gaststätte Ratskeller befanden sich bis um 1900 Verkaufs- und Lagerräume für Handels- und Kaufmannsgüter. Nach dem Zweiten Weltkrieg bauten die Heilbronner ihr Rathaus wieder nach historischem Vorbild auf.

Astronomische Kunstuhr
Die Rathaus-Uhr ist das am meisten fotografierte und bestaunte Heilbronner Baujuwel. Das dreiteilige Ensemble mit astronomischer Uhr (unten), Zeituhr (Mitte) und Mondphasenuhr (oben) schuf 1579/80 Isaak Habrecht. Die astronomische Kunstuhr zeigt die Wochentage, Monate, das Datum sowie den Stand der Sonne und des Mondes in den jeweiligen Tierkreiszeichen an. Auf dem inneren Kreis der astronomischen Tafel sind die Wochentage durch Sonne, Mond, Mars, Merkur, Jupiter, Venus und Saturn bildlich dargestellt. Im mittleren Kreis werden die Monate durch die zwölf Tierkreiszeichen wiedergegeben. Der äußere Kreis hat eine in Tage, Wochen und Monate aufgegliederte Gradeinteilung. Zwei Engel, zwei Widder und ein Hahn begleiten die Zeitanzeige stündlich mit mechanischem Spiel. Ab 12 Uhr kräht der Hahn kräht alle vier Stunden.

Haus Zehender
Das einzige am Markplatz noch erhaltene Gebäude aus der Epoche zwischen Barock und Rokoko ist das 1726 erbaute Zehender'sche Haus. Es ist ein beeindruckendes Beispiel für die früher so zahlreichen repräsentativen Heilbronner Patrizierhäuser im Stadtkern von Heilbronn. Am 4. Dezember 1944 wurde es durch Bomben schwer beschädigt. 1948 baute es die Familie Zehnter traditionsbewußt im alten Stil wieder auf.

Kilianskirche
Der Turm der nach dem Namenspatron Sankt Kilian benannten Kirche gilt als das erste bedeutende Renaissance-Bauwerk nördlich der Alpen. Auf der Stelle einer erstmals 741 nach Christi Geburt erwähnten fränkischen Michaelisbasilika wurde die Kilianskirche in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts zur gotischen Hallenkirche umgebaut. Der Westturm sprengte 1513 die baulichen Maßstäbe im mittelalterlichen Heilbronn. Baumeister Hans Schweiner stellte mit den karikierenden Figuren am Kirchenbau die religiösen Missstände jener Zeit dar. Die Krönung des Turmes mit dem Landsknecht "Männle" erfolgte 1529. Die im Dezember 1944 zerstörte Kirche wurde bis 1965 wiederaufgebaut. Besonders sehenswert ist im Mittleren Chor der geschnitzte Hochaltar von Hans Seyfer, dessen Figuren während des Luftangriffes 1944 im Salzbergwerk im benachbarten Bad Friedrichshall eingelagert waren.

Siebenröhrenbrunnen / Kiliansplatz
Der Siebenröhrenbrunnen und das Taufbecken der Kilianskirche werden von einer 50 Meter tief liegenden Quelle gespeist. Viele Sagen ranken sich um diese Quelle. Das ursprüngliche alemannische Wasserheiligtum war vermutlich der Namensgeber des fränkischen Königshofes "Heilbrunna" und der Stadt. 741 wurde die Quelle erstmals als Brunnen erwähnt und war ab 1364 der Kirchbrunnen. 1541 gestaltete Balthasar Wolff die Quelle als große Brunnenanlage mit sieben Röhren und gotischem Chorlein um. Da der Brunnen inmitten der Kirchbrunnenstraße versiegte, wurde er 1868 abgebrochen und 1904 an der Südseite der Kilianskirche neu erbaut. 1988 erfolgte eine umfassende Neugestaltung des Platzes. Dabei wurde der Brunnen in den Randbereich der Anlage versetzt.

Deutschordensmünster
Die Mutterkirche der Heilbronner Katholiken ist das beherrschende Bauwerk des Deutschordens und gilt als das älteste Bauwerk der heutigen Stadt. Nach frühgotischer Erweiterung von St. Peter und Paul ab 1350 erfolgten dann 1719 bis 1721 der Umbau zur Barockkirche. Nach der Säkularisation wurde das Gotteshaus katholische Stadtpfarrkirche St. Peter und Paul. Beim Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg und bei der Renovierung (1968/69) wurde der ursprüngliche gotische Charakter betont. 1977 wurde die Kirche zum Deutschordensmünster erhoben.

Deutschhof
Der Deutschhof war früher Residenz und Fruchtkammer der Hauskommende (13. Jahrhundert) und der Landkommende Heilbronn (1785 bis 1805) (Kommende: Niederlassungen der Ritterorden) innerhalb der Ballei Franken des Deutschen Ritterordens. Mit der Säkularisation ging der Deutschhof 1805 an das Königreich Württemberg. Bis 1850 diente der Komplex als Kaserne, dann als Sitz staatlicher Behörden. Ab 1950 wurde der Deutschhof nach altem Vorbild wiederaufgebaut. Er ist heute Kulturzentrum der Stadt mit den Städtischen Museen, dem Stadtarchiv, der Volkshochschule, der Stadtbücherei und der Musikschule.

Götzenturm 
Er war der südwestliche Eckpfeiler der ehemaligen Stadtmauer. Seinen Namen erhielt der Turm nach dem fränkischen Reichsritter Götz von Berlichingen, der allerdings nicht in diesem Turm gefangen war. Ihm verhalf Johann Wolfgang von Goethe mit seinem gleichnamigen Schauspiel zu großem Ruhm. Die vermutlich um 1241 begonnene Stadtmauer führte am Neckar entlang zum Bollwerksturm, dann über die heutige Turmstraße zur Allee, vom Stadttheater bis zum Wollhauszentrum am südlichen Ende der Allee und von dort über das Fleiner Tor zum 1392 fertiggestellten Götzenturm. Drei Tortürme (Brückentor, Sülmertor und Fleiner Tor) verstärkten die Befestigungsanlage.

Gerichts- und Fleischhaus
Das denkmalgeschützte Gebäude im Renaissance-Stil um 1600 von Hans Stefan oder Johannes Schoch diente bis 1880 als Markthalle der Heilbronner Fleischer. Im Obergeschoß tagte das reichsstädtische Gericht. Außerdem wurde der Gerichtsaal für Hochzeitsfeste genützt. Am Ostgiebel ist das Heilbronner Stadtwappen angebracht; an der Südwestecke steht ein Renaissance-Treppenturm mit Markierungen über Heilbronner Hochwasser. Seit dem 19. Jahrhundert und nach dem Wiederaufbau des Gebäudes nach 1945 war es bis 2009 Museum. Seit dem Ende 2012 wird das Fleischhaus gewerblich genutzt.

Bollwerksturm
Neben dem Götzenturm ist der beim Stadtbad gelegene Bollwerksturm der einige erhaltene Zeuge der staufischen Stadtbefestigung um 1300. Seinen Namen erhielt der Turm nach dem Mitte des siebzehnten Jahrhunderts verstärkten "Großen Bollwerk" zur Erhöhung der Heilbronner Wehrhaftigkeit. 1519 saß Götz von Berlichingen eine Nacht lang als Gefangener des Schwäbischen Bundes im Bollwerksturm.

Nikolaikirche
Die frühgotische Kapelle und spätere Kirche aus dem 14. Jahrhundert hat eine bewegte Geschichte. Ab 1525 protestantisches Gotteshaus, im Dreißigjährigen Krieg Zeughaus, 1706 wieder Gotteshaus, unter Napoleon Zeughaus, Militärhospital und Holzmagazin, 1848 Turnhalle und Kundgebungslokal, ist sie seit 1851 wieder Gotteshaus. Seit 1901 ist die Nikolaikirche selbständige Pfarrei. Nach der Zerstörung 1944 wurde sie 1950/51 wiederaufgebaut.

Hafenmarktturm
Er geht vermutlich auf den Turm der Marienkirche zurück, des 1272 erstmals in Heilbronn nachgewiesenen ehemaligen Barfüßer- oder Franziskanerklosters. Nach der Bombardierung von Heilbonn am 4. 12. 1944 wurde der Turm wieder aufgebaut und ist heute Ehrenmal für die Gefallenen beider Weltkriege. Ein handgeschmiedeter Phönix von 1951 auf der Turmspitze symbolisiert den Heilbronner Wiederaufbau nach 1945. Täglich um 11 Uhr und um 19:30 Uhr erklingt vom Turm ein Glockenspiel, das abwechslungsweise fünf Volkslieder intoniert.

Schießhaus
Unversehrt überstand das Schießhaus den Zweiten Weltkrieg. Es wurde 1769 bis 1771 von Johann Christoph Keller erbaut. Sein Rokoko-Saal ist Heilbronns schönster Festsaal. 1979 wurde die Frankfurter Straße nördlich des Schießhauses abgesenkt, so daß der Bau vor dem kleinen Park besser zur Geltung kommt. Das Schießhaus ist heute festlicher Rahmen für Konzerte und repräsentative Veranstaltungen.

 

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