Blick vom Himmelspfad auf das zukünftige Stadtquartier, den Neckar und das Neckarufer zum Flanieren

Ausblick

 
 
 
 

Das Kerngelände der Bundesgartenschau Heilbronn im Ausstellungsjahr 2019 und 2030

 

Interview mit Baubürgermeister Wilfried Hajek zum Stadtquartier Neckarbogen nach 2019


Herr Hajek, Sie loben den Neckarbogen als großartiges Gemeinschaftsprojekt. Was fasziniert Sie daran so sehr?
Es ist ja nicht ganz einfach gewesen, den Prozess aufzusetzen. Nicht der, der am meisten für ein Grundstück bezahlt, hat es bekommen, sondern der, der das beste Konzept hat bezüglich Mobilität, Architektur, Nutzungsmischung, Miete oder Eigentum. Dass diese Vorgehensweise ein so großer Erfolg geworden ist, freut mich am allermeisten und macht mich stolz. Das war nicht abzusehen. Wenn man jetzt das Ergebnis sieht, muss ich sagen: Das ist gewaltig für Heilbronn. Ich bin froh, dass es Stimmen gibt, die sagen, wir müssen das weiter so handhaben zugunsten eines wirklich guten und beispielhaften Städtebaus der 2020er Jahre – in Baden-Württemberg, vielleicht sogar in ganz Deutschland.

Wie konkret sind die Vorbereitungen für die nächsten Bauabschnitte nach 2019?
Die nächsten Schritte werden vorbereitet. Wir versuchen gerade in den politischen Gremien zu etablieren, dass wir die bisherigen Instrumente, also Baukommission, Zusammenarbeit verschiedener städtischer Ämter verstetigen. Allerdings wird noch diskutiert, wer den Part der Bundesgartenschau GmbH übernehmen wird.

Wird es in den weiteren Bauabschnitten auch Tiefgaragen geben?
Wir schließen das nicht grundsätzlich aus. Bei den Investoren hat aber ein Umdenken stattgefunden. Die Bereitschaft, sein Auto weiter weg zu parken, weil es sich von alleine aus- und einparkt, wird wahrscheinlich beim zweiten oder dritten Bauabschnitt eine Rolle spielen.

Der Neckarbogen soll ein autarkes Stadtquartier werden, also alles andere als Schlafstadt. Ist das realistisch?
Wirklich unabhängig wird er nicht funktionieren, sondern nur im Zusammenspiel mit den anderen Quartieren. Deshalb steckt man ja auch viel Engagement in die Ertüchtigung und den Ausbau von Brücken und Wegeverbindungen. Für den Neckarbogen ist es die Verbindung in die Bahnhofsvorstadt, eine der momentan beliebtesten Wohnbereiche, weil dort das Gründerzeitliche genau das Urbane ausmacht, das groß nachgefragt wird. Straßen, Plätze, Dichte, Infrastruktur, Lokale, Geschäfte, Menschen auf der Straße - genau das gilt es auch im Neckarbogen zu manifestieren, dann haben wir ein Stück europäische Stadt weiterentwickelt.

 

  •  
  • Kontakt